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Turnverein Cloppenburg

                     

                     Die Geschichte

des Turnverein Cloppenburg von 1892 e.V.

„Am 14.02.1892 ist in Cloppenburg ein Turnverein gegründet worden. Der Vorstand besteht aus den Herren Fortmann, Gerst und Piper. Die Zahl der aktiven Mitglieder beträgt z.Z. 24. Die Übungen werden jeden Mittwoch von 20.30 - 21.30 Uhr in der Walhalla abgehalten. Wir wünschen dem jungen Verein, welcher für alle, die Soldat werden, sehr notwendig, für viele andere jungen Leute recht nützlich ist, von ganzem Herzen vivat, floreat, crescat."  (Übersetzt: Er möge leben, blühen und wachsen!)

So berichtete damals das Wochenblatt für die Amtsbezirke Cloppenburg und Friesoythe (später Münsterländische Tageszeitung).

Nachdem zwei Versuche in den 80er Jahren, einen Turnverein zu gründen, an fehlenden Übungsräumen gescheitert waren, war dem Verein jetzt Erfolg beschieden, da einmal die Walhalla als Übungsraum zur Verfügung stand, zum anderen Rektor Fortmann sogleich eine Knabenriege einrichtete, um den Nachwuchs zu fördern.

In der Deutschen Turnzeitung wurde der Turnverein Cloppenburg erstmals 1895 unter der lfd. Nr. 54 erwähnt.

Damals gehörte der Turnverein zum Oldenburger Turngau, Kreis V Niederweser-Ems.

Unter dem Vorsitzenden Heinrich Fortmann wurden 70 Vereinsmitglieder über 14 Jahre und 5 Vorturner gemeldet. Der Ort Cloppenburg hatte zu dieser Zeit 2.200 Einwohner.

Der Turnverein nahm in den nächsten Jahren weiteren Aufschwung, so dass das Wochenblatt für den Amtsbezirk Cloppenburg und Friesoythe anlässlich des 10.Stiftungsfestes am 04.04.1902 schrieb:

„Unser Turnverein ist in den letzten Jahren zur Blüte gelangt. Das Stiftungsfest wurde von 500 Teilnehmern besucht, die sich an den Turnvorführungen und dem anschließenden Ball erfreuten."

Bei dieser Entwicklung war es nicht verwunderlich, dass der Wunsch nach einer eigenen Turnhalle immer dringlicher wurde und am 15.08.1908 wurde bei der Mitgliederversammlung der Bau einer Turnhalle an der Sevelter Straße beschlossen.

Die Kosten von 24.000.- Reichsmark wurden durch Spenden der Mitglieder und Förderer sowie durch Ausgabe von Obligationen aufgebracht.

Anlässlich des 18.Stiftungsfestes am 16.01.1910 wurde die Turnhalle auch unter Beteiligung einer kurz zuvor gegründeten 10-köpfigen Damenriege mit einem Schauturnen feierlich eingeweiht. Die gezeigten Turnübungen umfassten „Leibesübungen", Geräteturnen an Reck, Barren, Ringe, Pferd, Kletterstangen sowie Kletterseilen und Pyramidenbau.

Im Sommer wurde außerdem Laufen, Schleuderball sowie Hoch- und Weitsprung geübt.

1913 nahm der Verein erstmals am Deutschen Turnfest in Leipzig teil.

Das aufstrebende Vereinsleben wurde durch den Ersten Weltkrieg jäh unterbrochen, an dessen Folgen der Verein noch lange Jahre litt.

Als Rektor Fortmann 1922 nach 30jähriger verdienstvoller Arbeit für den Verein die Führung an Reg. Rat Ferdinand Zerhusen übertrug, war der Wiederaufschwung eingeleitet, der unter Studienrat Dr. Heinrich Ottenjann ab 1923 fortgeführt wurde.

Turner des Vereins nahmen in der Folgezeit wieder regelmäßig an Kreis- und Verbandsturnfesten ebenso wie an den Deutschen Turnfesten teil.

Unter dem 1. Vorsitzenden Bürgermeister Heinrich Winkler (1926 - 1939) durchlebte der Verein die schwere Wirtschaftskrise, jedoch konnte der Turnbetrieb mit Einschränkungen aufrecht erhalten werden.

Anfang 1933 war die Zahl der Mitglieder auf über 300 gestiegen, neben Turnen und Leichtathletik waren Faustball und ab 1928 auch Handball in das Vereinsprogramm aufgenommen worden und der Verein hatte sich wieder gefestigt.

Im Jahr 1933 verlor der Turnerbund seine Selbstständigkeit. Die von den Turnern gepflegte Maxime „Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei" wurde in der NS-Zeit durch nationalsozialistische Parolen ersetzt und die Übungen auf Wehrertüchtigung ausgerichtet. Ab 1939 führte Nikolaus Hanenkamp den Verein durch eine schwere Zeit, in der viele Mitglieder einberufen wurden, dem Verein eine Einheitssatzung aufgezwungen wurde und die Turnhalle an die Fa. Borgward vermietet werden musste.

Dennoch konnte der Turnbetrieb in stark eingeschränkter Form aufrecht erhalten werden.

Unter dem Vorsitz von Dr. Wilhelm Niemann begann 1947 der Neuaufbau des Vereins. Neben den klassischen Übungen der Turner wurde die Leichtathletik besonders gefördert. Mehrfache Deutsche Meisterschaften Anfang der 50er Jahre waren der Beweis für hervorragende Vereinsarbeit in diesem Bereich.

1952 gab Dr. Niemann den Vereinsvorsitz an Dr. Günther Gembusch ab, unter dessen bis 1957 andauernden Leitung die Neugründung der Handballabteilung stattfand.

In den Folgejahren mit den Vereinsvorsitzenden Dr. Paul Bücker (1957 - 1962), einem zweiten Vorsitz von Dr. Wilhelm Niemann (1962 - 1970), Alwin Bergmann (1970 - 1974) und Nechel Nöh (1974 - 1981) veränderte sich der Verein zunehmend entsprechend den gesellschaftlichen Anforderungen.

Während das Kunstturnen ebenso wie die Leichtathletik im Turnverein anfangs einen hohen Leistungsstand erreichte, kamen beide Sparten durch immer höhere Anforderungen und den Ausbau von Leistungszentren mehr und mehr zum Erliegen. Die Entwicklung hin zu modernen Übungseinheiten und Sportbetrieben führte zur Gründung der Volleyball- und Badmintonabteilung sowie zur Einführung von Kursen im Freizeit- und Gesundheitssport. Judo und Karate wurden in das sportliche Angebot aufgenommen und unter dem 1.Vorsitzenden Lothar Krapp (1981 - 1989) überschritt der Turnverein Cloppenburg die magische Zahl von 1.000 Mitgliedern.

Um die Erweiterungen im Verein überhaupt zu ermöglichen, wurde die inzwischen viel zu kleine Halle an der Sevelter Straße veräußert und von 1967 - 1968 die neue vereinseigene Turnhalle an der Schulstraße errichtet.

1992 wurde das 100.jährige Bestehen des Turnverein Cloppenburg unter der Führung von Dr. Klaus Weber (1989 - 2000) mit einem Festakt und einer Reihe von sportlichen Veranstaltungen begangen.

Die Vereinshalle wurde durch Anbauten um eine Gymnastikhalle und einen Fitnessraum erweitert und das sportliche Angebot weiter ausgeweitet.

Nach einer schwierigen Zeit, konsolidierte sich der Verein und erlebte unter Führung von Fred Stolle als 1.Vorsitzender von 2000 - 2008 in sportlicher Hinsicht eine neue Blüte.

Die Handballdamen spielten zeitweise in der 2. Bundesliga, während die Damen- und Herrenmannschaft der Volleyballer in die Regionalliga aufstiegen.

Andere Abteilungen entsenden mittlerweile Vertreter in Wettbewerbe auf nationaler Meisterschaftsebene.

Die Zahl von 2.000 Mitgliedern wurde 2006 überschritten und der Turnverein ist unstrittig der größte Verein in der Stadt Cloppenburg.

2008 übernahm Bernd Havermann die Geschicke des Turnvereins Cloppenburg.
Der Verein hatte 2150 Mitglieder, die sich auf 9 Abteilungen verteilten. 

Unter seiner Amtsführung wurde im Jahre 2012 die vereinseigene Turnhalle grundlegend saniert und erweitert. Es entstanden 3 neue Gymnastikräume und ein Seminarraum. Insgesamt wurden ca. 1 Millionen Euro für die Modernisierung der Turnhalle ausgegeben.

Für die Zukunft und Weiterentwicklung des Turnvereins ist somit eine hervorragende Grundlage geschaffen worden.
Ebenfalls ist die Thematik der Vereinsführung weiter behandelt worden. Ein Verein in dieser Größenordnung ist nicht mehr nur "ehrenamtlich" zu führen.
Aus diesem Grunde ist seit 2011 das neue, größere Vereinsbüro von Teilzeitkräften besetzt, die den Mitgliedern mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.
Grundsätzlich aber ist die Frage zu beantworten, ob der Turnverein Cloppenburg in dieser Größenordnung noch als traditioneller Verein bezeichnet werden kann oder ob er nicht schon als ein sportlicher Dienstleistungsbetrieb gilt.
Die Antwort auf diese Frage muss sorgfältig überlegt werden, doch sollte man seine Vergangenheit kennen, um daraus zu lernen und die richtigen Folgerungen für die Zukunft ziehen.

Seit Oktober 2013 leitet Dr. Heinz Weßmann den Verein als 1. Vorsitzender.

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